Shirley Curry, von der Gaming-Community liebevoll als „Skyrim-Oma“ bekannt, hat nun endgültig ihren Rückzug aus der Welt der Elder Scrolls-Videos angekündigt. Kurz vor ihrem 90. 
Geburtstag veröffentlichte sie ein YouTube-Video mit dem Titel „Mein Abschied von Skyrim“, in dem sie erklärte, dass sie keine Freude mehr daran habe, immer wieder neue Abenteuer in The Elder Scrolls V: Skyrim zu teilen. Damit geht eine Ära zu Ende: Fast 15 Jahre lang war Curry ein fester Bestandteil der Szene und ein Symbol dafür, dass Gaming wirklich keine Altersgrenze kennt.
Mit der Offenheit, die ihre Fans so an ihr schätzen, erklärte Shirley: „Jedes Mal, wenn ich mir etwas Neues überlege, starte ich mit einer neuen Figur, drehe vielleicht zwei oder drei Folgen – und dann langweilt es mich wieder. Es macht mir einfach keinen Spaß mehr.“ Sie betonte auch, dass sich die Art der Rückmeldungen verändert habe. Während sie früher tiefgehende Diskussionen über Spielwelt, Lore und Mechaniken führte, bekomme sie heute fast nur noch kurze Botschaften wie „Hallo Oma, wir lieben dich“. Das sei zwar nett, entspreche aber nicht dem, wofür sie ihre Zeit investiere.
Zwar hatte Curry schon in der Vergangenheit Pausen angekündigt und kehrte später wieder zurück, doch diesmal klingt es endgültig. Für alle, die sie im Spiel vermissen, gibt es immerhin einen von Fans entwickelten Mod, der Shirley als Begleiterin in Skyrim integriert. Außerdem bleibt sie auf YouTube aktiv – allerdings auf ihrem Bibelkanal, wo sie weiterhin Inhalte veröffentlichen möchte. Auffällig war auch, dass sie keinerlei Bezug auf ihre angekündigte Rolle in The Elder Scrolls VI nahm, die Bethesda schon vor Jahren versprochen hatte. Stattdessen macht sie klar, dass sie ihren Fokus künftig auf Ruhe und persönliche Zufriedenheit legt.
Curry hat mehr erreicht, als es viele YouTuber je schaffen: Sie wurde zu einem Sinnbild dafür, dass Leidenschaft und Gemeinschaft im Gaming wichtiger sind als Klickzahlen. Ihr Rückzug zeigt aber auch eine Wahrheit, die viele Content Creator kennen: Selbst das spannendste Spiel kann irgendwann ermüdend werden, wenn man es zu lange spielt. Viele Fans zogen Parallelen zu anderen Streamern, die nach Jahren denselben Burnout erlebten, weil sie sich zu stark auf eine einzige Serie festgelegt hatten.
Die Reaktionen der Community sind vielfältig: Manche feiern ihren unglaublichen Durchhaltewillen und zollen ihr Respekt, andere fühlen Wehmut, da mit ihr eine der charismatischsten Stimmen im Gaming verschwindet. Gleichzeitig gibt es Bewunderung dafür, dass sie fast 90 Jahre alt ist und immer noch aktiv Inhalte geschaffen hat – ein „Power Move“, wie manche es nennen. Bemerkenswert ist auch die paradoxe Situation: Während viele ältere Menschen froh wären, von Fremden liebevolle Nachrichten zu bekommen, empfand Shirley genau das irgendwann als ermüdend, weil ihr die echte Auseinandersetzung fehlte.
Ihr Erbe aber bleibt. Ob als digitale Figur im Skyrim-Mod oder in den Erinnerungen der Fans: Die Skyrim-Oma hat einen unauslöschlichen Eindruck in der Gaming-Kultur hinterlassen. Ihr Rückzug ist kein Ende, sondern ein würdevoller Abschluss einer außergewöhnlichen Geschichte, die zeigt, dass Gaming eine Leidenschaft für jedes Alter sein kann.
1 kommentar
alles hat ein ende… schön dass es überhaupt so lange war 🙂