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Snapchat führt Speicherlimit für Memories ein und präsentiert Abo-Pläne

von ytools
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Für viele war Snapchat in den letzten Jahren ein digitales Tagebuch, eine Art Zeitkapsel für Fotos, Videos und besondere Momente.
Snapchat führt Speicherlimit für Memories ein und präsentiert Abo-Pläne
Doch damit ist nun Schluss: Das unbegrenzte, kostenlose Speichern von Memories wird gestrichen. Nach fast zehn Jahren ohne Limits führt Snapchat eine Speichergrenze ein und bietet kostenpflichtige Abos für alle, die mehr Platz benötigen.

Die neuen Speicherregeln von Snapchat

Künftig stehen jedem Nutzer nur noch 5 GB kostenloser Speicher für Memories zur Verfügung. Für Gelegenheitsnutzer mag das reichen, aber wer seit Jahren alles in Snapchat archiviert, stößt schnell an die Grenze. Wer darüber hinaus speichern möchte, muss ein kostenpflichtiges Abo wählen.

Es gibt drei neue Stufen: Das Basis-Abo mit 100 GB für 1,99 US-Dollar im Monat, Snapchat+ für 3,99 US-Dollar mit 250 GB Speicherplatz sowie das neue Platinum-Abo mit gigantischen 5 TB für 15,99 US-Dollar monatlich – eine Größenordnung, die man sonst eher von professionellen Cloud-Diensten kennt.

Übergangszeit und Alternativen

Nutzer, die bereits über den 5-GB-Grenzwert hinaus sind, müssen nicht sofort handeln. Snapchat gewährt eine Übergangsfrist von zwölf Monaten. Innerhalb dieser Zeit kann man entscheiden: kostenpflichtig upgraden, alte Inhalte löschen oder alle Erinnerungen herunterladen und extern sichern – sei es auf dem Smartphone, einer Festplatte oder in einem anderen Cloud-Dienst.

Warum die Änderung jetzt kommt

Laut Snapchat war bei Einführung von Memories nicht abzusehen, wie groß das Feature werden würde. Im Jahr 2025 haben die Nutzer bereits über eine Billion Erinnerungen gespeichert. Das verursacht enorme Kosten für Server, Backup und Verwaltung. Mit fast 900 Millionen Nutzern ist ein unbegrenztes Gratis-Angebot schlicht nicht mehr tragbar. Deshalb müssen vor allem Power-User künftig mitzahlen.

Geschäftliche Hintergründe und Konkurrenz

Snapchat ist zwar beliebt, bleibt aber hinter Konkurrenten wie Instagram, TikTok und Facebook zurück, die jeweils Milliarden Nutzer haben. Während Meta mehrere Einnahmequellen besitzt, ist Snapchat stärker auf eigene Wege angewiesen. Mit den neuen Speicher-Abos versucht das Unternehmen, zusätzliche Einnahmen zu generieren, ohne den Großteil der Nutzer zu verlieren, die mit 5 GB vermutlich auskommen.

Noch ein Abo mehr

Für viele Nutzer ist das frustrierend. Streaming, Musik, Games, Apps – überall stapeln sich bereits Abos. Nun auch Snapchat. Andererseits: Fotos und Videos in dieser Dimension zu hosten, kostet enorm viel. Die Entscheidung reiht sich ein in einen Trend der Tech-Branche: Gratis unbegrenzt gibt es immer seltener.

Was Nutzer jetzt tun können

Wer kein zusätzliches Geld ausgeben möchte, sollte seine Memories rechtzeitig herunterladen und extern sichern. Wer hingegen Wert auf Komfort und ständigen Zugriff von jedem Gerät legt, könnte ein Upgrade lohnend finden. Letztlich hängt es davon ab, welchen Stellenwert die eigenen digitalen Erinnerungen haben.

Die Botschaft ist klar: Kostenlose Online-Dienste bleiben selten für immer kostenlos. Die eigentliche Frage lautet: Werden die Nutzer bereit sein, für ihre Erinnerungen zu zahlen – oder nehmen sie sie mit zu anderen Plattformen?

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1 kommentar

TurboSam December 29, 2025 - 8:56 pm

Snapchat wird gierig

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