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Snapdragon 8 Elite Gen 5: Teurer Chip, teurere Smartphones – Qualcomm treibt die Preise

von ytools
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Snapdragon 8 Elite Gen 5 ist kein gewöhnlicher Smartphone-Prozessor mehr – er ist ein klares Statement von Qualcomm. Doch dieser technologische Fortschritt hat seinen Preis. Durch den Wechsel auf den modernen 3nm-N3P-Prozess von TSMC rückt Qualcomm leistungsmäßig näher an Apple heran, zahlt dafür aber deutlich mehr.
Snapdragon 8 Elite Gen 5: Teurer Chip, teurere Smartphones – Qualcomm treibt die Preise
Laut aktuellen Schätzungen kostet der neue Chip bis zu 27 Prozent mehr als sein Vorgänger, was die Preise für kommende Android-Flaggschiffe weiter in die Höhe treiben dürfte.

Schon der letztjährige Snapdragon 8 Elite war der erste 3nm-Chip für Android-Geräte und damit ein Meilenstein. Die neue Generation verfeinert das Design, sorgt aber auch für finanzielle Kopfschmerzen bei den Herstellern. Brancheninsider Abhishek Yadav berichtet, dass der Preis pro Chip mittlerweile zwischen 240 und 280 US-Dollar liegt – im Vergleich zu rund 220 US-Dollar beim Vorgänger. Wie hoch der Preis am Ende ausfällt, hängt stark von den Verhandlungen mit Qualcomm und der Bestellmenge ab. Große Abnehmer wie Samsung können durch ihre Mengenrabatte etwas sparen, kleinere Marken zahlen hingegen den vollen Preis.

Hinter den Kulissen arbeitet Qualcomm bereits an Gegenstrategien. Das Unternehmen testet den 2nm-GAA-Prozess von Samsung, um sich von TSMC unabhängiger zu machen und in künftigen Preisverhandlungen mehr Druckmittel zu haben. Sollte dieser Schritt gelingen, könnte der kommende Snapdragon 8 Elite Gen 6 etwas günstiger werden – wobei selbst dann Preise jenseits der 300-Dollar-Marke möglich bleiben.

Die Ursache der Preisexplosion liegt in den enorm gestiegenen Kosten bei TSMC. Laut Berichten zahlen Qualcomm und MediaTek bereits rund 24 Prozent mehr für ihre 3nm-Wafer. Die N3E-Wafer kosten aktuell etwa 25.000 US-Dollar, während die N3P-Version, die für den Snapdragon 8 Elite Gen 5 verwendet wird, bereits bei 27.000 US-Dollar liegt. Die 2nm-Wafer bleiben mit rund 30.000 US-Dollar pro Stück zwar stabil, sind aber ohnehin teurer als alle bisherigen Varianten.

Für Smartphone-Hersteller bedeutet das: Entweder steigen die Gerätepreise weiter oder sie müssen bei Ausstattung und Marge sparen. Schon jetzt liegen viele Flaggschiffe bei über 1.000 Euro – Tendenz steigend. Sollte Qualcomm keine günstigere Lösung finden, könnte sich der Android-Markt aufspalten: teure Premium-Modelle mit Snapdragon und erschwinglichere Alternativen mit MediaTek Dimensity oder Samsung Exynos.

Das Bittere daran: Der Leistungszuwachs wird kaum so spektakulär sein, wie der Preis vermuten lässt. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 bringt zwar Verbesserungen bei Effizienz, KI und Grafikleistung, doch im Alltag dürften viele Nutzer kaum einen Unterschied merken. Das Chiprennen geht weiter – aber die Rechnung zahlen am Ende die Käufer.

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2 kommentare

Byter November 13, 2025 - 12:13 pm

Qualcomm zieht die Apple-Nummer jetzt voll durch

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Virtuoso December 8, 2025 - 9:35 am

diese Chipnamen sind schlimmer als Passwortgeneratoren 😂

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