
So findest du heraus, ob ein Spiel auf deinem PC läuft: Der große Guide
Kaum etwas ist für Gamer so frustrierend: Du kaufst ein neues Spiel, lädst es stundenlang herunter, klickst auf „Start“ – und nichts passiert. Entweder startet es gar nicht oder es ruckelt so stark, dass es unspielbar ist. Damit dir das nicht passiert, solltest du vor dem Kauf prüfen, ob dein Rechner die Anforderungen erfüllt. In diesem Artikel zeigen wir dir zwei Methoden: den manuellen Vergleich deiner Hardware mit den Systemanforderungen und die Nutzung praktischer Online-Tools.
Warum Systemanforderungen entscheidend sind
Jedes Spiel hat zwei Arten von Anforderungen:
- Mindestanforderungen – die absolute Untergrenze, bei der das Spiel überhaupt startet, aber mit niedrigen Grafikeinstellungen und weniger Effekten.
- Empfohlene Anforderungen – die Konfiguration, die für flüssiges Gameplay mit schönen Grafiken sorgt.
Unterschreitest du die Mindestanforderungen, startet das Spiel entweder gar nicht oder stürzt regelmäßig ab. Erfüllst du sie gerade so, läuft es zwar, aber mit Kompromissen. Empfohlene Werte dagegen bieten ein stabiles und angenehmes Spielerlebnis.
Methode 1: Manuell prüfen, ob dein PC reicht
Auf den Shopseiten von Steam, Epic Games Store oder anderen Plattformen sind die Systemanforderungen immer aufgeführt. Nehmen wir Far Cry 5 als Beispiel und prüfen, ob ein älterer PC mit Windows 7 das Spiel stemmen könnte.
Schritt 1: PC-Spezifikationen herausfinden
Du brauchst Infos zu Betriebssystem, Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und DirectX-Version. Windows bietet dafür Bordmittel.
Mit Windows-Tools
Drücke Win + R, tippe dxdiag und bestätige. Es öffnet sich das DirectX-Diagnoseprogramm. Unter „System“ findest du Angaben zu Windows-Version, CPU, RAM und DirectX. Beispiel:
- Windows 7 64-Bit
- Intel Pentium G3260
- 4 GB RAM
- DirectX 11
Unter „Anzeige“ steht die Grafikkarte – hier: NVIDIA GeForce GT 730.
Mit Drittanbieter-Software
Programme wie AIDA64 liefern noch detailliertere Infos zu CPU, RAM und GPU. Besonders praktisch, wenn du nicht genau weißt, welche Bauteile in deinem Rechner stecken.
Schritt 2: Mit den Spielanforderungen vergleichen
Für Far Cry 5 gilt als Minimum:
- OS: Windows 7 SP1 / 8.1 / 10 (64-Bit)
- CPU: Intel Core i5-2400 oder AMD FX-6300
- RAM: 8 GB
- GPU: NVIDIA GTX 670 oder AMD R9 270
- DirectX: 11
Unser Test-PC erfüllt nur Betriebssystem und DirectX. Er scheitert bei RAM (nur 4 GB), Prozessor (zu schwach) und Grafikkarte (deutlich unter Mindestniveau). Fazit: das Spiel wäre kaum spielbar.
Schritt 3: Leistung realistisch einschätzen
Reine Zahlen sagen wenig. Tools wie UserBenchmark vergleichen Prozessoren und Grafikkarten direkt. Ein Pentium G3260 ist rund 33 % langsamer als ein i5-2400. Bei den GPUs sieht es noch schlimmer aus: GTX 670 oder R9 270 sind über 400 % stärker als eine GT 730. Das macht klar: dieser PC ist nicht geeignet.
Schritt 4: Speicherplatz prüfen
Aktuelle Spiele verschlingen viel Speicher. Öffne den Windows-Explorer (Win + E) und schau unter „Dieser PC“. Far Cry 5 benötigt 40 GB. Unser Rechner hat 406 GB frei – daran liegt es nicht, aber CPU und GPU bremsen alles aus.
Fazit zur manuellen Methode
Damit ein Spiel sauber läuft, müssen alle fünf Punkte passen: OS, CPU, RAM, GPU und Speicherplatz. Ein Engpass reicht für Ruckler, mehrere bedeuten schlicht: keine Chance.
Methode 2: Online-Dienste zur Kompatibilitätsprüfung
Wenn du dir die Mühe sparen willst, nutze Tools wie Can You RUN It, eine bekannte Plattform zur Systemprüfung.
Schritt 1: Spiel suchen
Gib auf der Seite den Namen des Spiels ein, z. B. „Call of Duty: Ghosts“, und klicke auf Can You Run It?.
Schritt 2: Erkennungsprogramm installieren
Lade die kleine Datei Detection.exe (ca. 4,5 MB) herunter und starte sie. Sie analysiert dein System automatisch.
Schritt 3: Ergebnisse ablesen
Zurück auf der Spielseite erscheinen die Resultate: rote Kreise, wenn dein PC die Anforderungen nicht erfüllt, grüne Haken, wenn alles passt. Bei alten PCs zeigt Call of Duty: Ghosts zweimal Rot, während ältere Spiele wie Postal 2 zwei grüne Haken bekommen.
Das Tool musst du nur einmal installieren, danach kannst du jedes Spiel direkt prüfen.
Welche Methode ist besser?
Beide haben Vorteile:
- Manuelle Prüfung – du lernst dein System kennen, erkennst Schwachstellen und kannst künftige Upgrades besser planen.
- Online-Tools – schnell, einfach, keine Fachkenntnisse nötig.
Viele Spieler kombinieren beide Wege: erst kurz bei Can You RUN It checken, dann Details mit Benchmark-Tools abgleichen.
Schlusswort
Bevor du stundenlang herunterlädst und dann enttäuscht bist, nimm dir lieber ein paar Minuten Zeit und prüfe die Kompatibilität. Ob manuell oder per Online-Dienst – die Mühe lohnt sich. So weißt du sicher, ob dein PC fit genug ist oder ob es Zeit für ein Upgrade wird.
4 kommentare
bei GTA V gleich rote Lichter bekommen 😂
dxdiag hat mir schon oft geholfen
super hilfreich, hab’s direkt gespeichert
kauf dir einfach ‘ne neue Grafikkarte 😂