Sony hat die kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer IER-EX15C vorgestellt – ein Modell, das statt klassischem Klinkenanschluss auf USB-C setzt. Während drahtlose TWS-Ohrhörer inzwischen den Markt dominieren, möchte Sony mit diesem günstigen Modell zeigen, dass einfache Kabelkopfhörer weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben: keine Akkus, keine Verzögerungen, einfach einstecken und loshören. 
Der Preis liegt bei rund 30 US-Dollar.
Die IER-EX15C sind mit 5-mm-Neodym-Treibern ausgestattet, die laut Hersteller satte Bässe und klare Stimmen liefern sollen. Praktisch ist das integrierte Mikrofon samt Fernbedienung am Kabel: Mit dem Multifunktionsknopf lassen sich Musik steuern, Anrufe annehmen, das Mikrofon stumm schalten oder der Sprachassistent aktivieren. Auch Lautstärketasten sind vorhanden, sodass man nicht ständig zum Smartphone greifen muss.
Der Kabelaufbau ist durch eine gezackte Oberfläche besonders widerstandsfähig gegen Verknoten, und ein Schieber ermöglicht die Längenanpassung. Drei Größen von Ohrstöpseln (XS, M, XL) liegen bei, um für verschiedene Ohrformen zu passen. Wie bei In-Ears üblich, empfinden jedoch manche Nutzer das tiefe Eindringen ins Ohr als unangenehm oder klagen über Schwindelgefühle, wenn die Ohren komplett abgeschlossen werden.
Die Farbpalette umfasst Schwarz, Blau, Rosa und Weiß – klar erkennbar auf ein jüngeres, preisbewusstes Publikum ausgerichtet. Dennoch gibt es Kritik: Für denselben Preis bekommt man bereits einfache True-Wireless-Modelle, die komplett ohne Kabel auskommen. Auch das langsame Verschwinden der klassischen 3,5-mm-Klinke sorgt für Unmut, da viele USB-C-Hörer auf günstige DACs im Kabel setzen, was die Klangqualität schmälert. Erfahrene Hörer empfehlen daher, lieber in einen hochwertigen USB-C-auf-Klinke-DAC von Marken wie Fiio zu investieren und diesen mit besseren In-Ears zu kombinieren.
Ein weiteres Fragezeichen bleibt die Kompatibilität: Zwar sind die Kopfhörer technisch universell, doch die Klangqualität hängt stark vom jeweiligen Smartphone ab. So könnten die IER-EX15C für den einen eine einfache und preiswerte Lösung sein, während andere sie als weiteres Beispiel für den schwindenden Markt klassischer Kabelkopfhörer sehen.
3 kommentare
Kabel ums Ohr legen bringt nix, entweder zu weich oder zu steif, mega nervig
USB-C Kopfhörer klingen fast immer mies, weil der DAC im Kabel Schrott ist, hol dir lieber nen Fiio Adapter
haha wann kommt wohl das Abo fürs Musik abspielen bei solchen Dingern?