In modernen Rechenzentren entscheidet immer häufiger die Speicherinfrastruktur darüber, ob eine Plattform wirklich skalieren kann. 
KI-Modelle, Echtzeit-Analysen, Cloud-native Anwendungen und unzählige virtuelle Maschinen erzeugen stetig wachsende Datenströme – doch viele Unternehmen betreiben nach wie vor klassische SATA-Server und NAS-Systeme, die sie nicht von heute auf morgen austauschen möchten. Genau hier setzt SSSTC mit der neuen ER4 Series SATA SSD an: einer Enterprise-Linie, die den vertrauten SATA-Standard ausreizt und dabei Kapazitäten von bis zu 16 TB pro Laufwerk mit solider IOPS-Leistung und umfangreichen Schutzfunktionen kombiniert.
Die Grundidee der ER4-Reihe ist pragmatisch: vorhandene 2,5-Zoll-SATA-Slots weiter nutzen, aber die Speicherlandschaft auf Flash-Niveau bringen. Statt ganze Racks und Backplanes zu erneuern, können Unternehmen ihre klassischen HDDs einfach gegen ER4-SSDs tauschen und gewinnen auf einen Schlag deutlich geringere Latenzen, bessere Energieeffizienz und eine erheblich höhere Speicherdichte. Zur Auswahl stehen Varianten mit 16 TB (15,36 TB nutzbare Kapazität) und 8 TB (7,68 TB nutzbar) – eine Größenordnung, die nur wenige SATA-SSDs überhaupt bedienen.
Hohe Speicherdichte auf vertrauter SATA-Basis
Auch wenn NVMe die Schlagzeilen dominiert, bleibt SATA 6 Gb/s in vielen Umgebungen der De-facto-Standard: vom klassischen Datenbankserver über Archivsysteme bis hin zu SMB-NAS im Mittelstand. SSSTC setzt genau dort an und nutzt den etablierten 2,5-Zoll-Formfaktor mit Hot-Swap-Unterstützung. Für Admins bedeutet das: Die ER4-Laufwerke verhalten sich wie bekannte Enterprise-SATA-Drives, lassen sich im laufenden Betrieb tauschen und mit vorhandenen Tools überwachen – ohne Umbau der Strom- oder Datenverkabelung.
Beim sequenziellen Datendurchsatz schöpfen die ER4-SSDs das Potenzial der Schnittstelle nahezu komplett aus. Beide Kapazitäten erreichen bis zu 550 MB/s beim Lesen und bis zu 530 MB/s beim Schreiben. Für Backups, große Datei-Transfers, Medien-Workloads oder das Streamen von Trainingsdaten an KI-Pipelines wird SATA dadurch faktisch zum Vollgas-Link. In vielen Szenarien verschiebt sich der Flaschenhals damit von der Festplatte hin zu Netzwerk oder CPU.
98K IOPS für KI-Inferenz, Analytics und OLTP
In KI- und Cloud-Umgebungen zählt jedoch mehr als reine Bandbreite: Entscheidend ist, wie gut ein Laufwerk mit vielen kleinen, zufälligen Zugriffen aus verschiedenen Richtungen zurechtkommt. Genau hier positioniert SSSTC die ER4-Serie mit einer maximalen zufälligen Leselast von bis zu 98K IOPS. Ob AI-Inferenz-Server, die Feature-Vektoren aus vielen kleinen Dateien laden, oder Dashboards, die permanent neue Datenpunkte einblenden – die ER4-SSDs sollen dafür sorgen, dass Anfragen gleichmäßig schnell bedient werden.
Spannend ist der Blick auf die Schreibleistung: Das 16-TB-Modell ist auf bis zu 30K zufällige Schreib-IOPS ausgelegt und eignet sich damit hervorragend für dichte Storage-Knoten, Backup-Ziele und nearline Speicher, in denen Kapazität und Dauerbetrieb im Vordergrund stehen. Die 8-TB-Variante geht mit bis zu 55K zufälligen Schreib-IOPS noch einen Schritt weiter und adressiert Workloads mit gemischten Zugriffsmustern, etwa Online-Transaktionssysteme (OLTP), ERP- und CRM-Plattformen oder Messaging-Backends. Für Betreiber hochparalleler Umgebungen heißt das: Weniger Laufwerke können mehr Anfragen bedienen, ohne dass die Reaktionszeiten der Anwendungen spürbar einbrechen.
Enterprise-Features für Datensicherheit und Compliance
Leistung alleine reicht im Enterprise-Segment nicht aus – Datenintegrität und Sicherheit sind mindestens ebenso wichtig. Die ER4-Serie integriert daher eine durchgängige Datenpfad-Schutztechnologie (End-to-End Data Protection), die Informationen von der Host-Schnittstelle über Controller und Cache bis in die NAND-Zellen überwacht. So sinkt das Risiko schleichender Datenkorruption, die oft erst dann auffällt, wenn ein Audit ansteht oder ein kritisches Backup zurückgespielt werden muss.
Ein weiterer Kernbaustein ist die TruePLP-Stromausfallsicherheit. Im Fall eines abrupten Stromverlusts liefern spezielle Kondensatoren genügend Energie, damit der Controller ausstehende Schreibvorgänge sauber in den Flash-Speicher übertragen kann. Dadurch werden halb geschriebene Blöcke und inkonsistente Dateisysteme deutlich seltener – ein Pluspunkt für Datenbanken, Log-Cluster und Speicher, die unternehmenskritische Informationen beherbergen. Ergänzt wird dies durch Secure-Erase-Funktionen und hardwarebasierte AES-256-Bit-Verschlüsselung, die dafür sorgt, dass Daten beim Austausch, bei der RMA-Abwicklung oder beim Aussortieren von Laufwerken geschützt bleiben. Optional unterstützt die ER4-Serie zudem TCG-Enterprise-Standards, was die Einbindung in bestehende Key-Management-Systeme erleichtert.
MTBF von 3 Millionen Stunden und fünf Jahre Garantie
Die technischen Eckdaten zur Zuverlässigkeit unterstreichen den Anspruch, im Dauerbetrieb zu bestehen. SSSTC nennt eine MTBF (Mean Time Between Failures) von 3 Millionen Stunden und eine Unrecoverable Bit Error Rate (UBER) von 10⁻¹⁷. Übersetzt heißt das: Selbst bei dauerhaft hoher Auslastung ist die Wahrscheinlichkeit einer nicht korrigierbaren Bitfehlerkette äußerst gering. Unterstützt wird das Ganze von einer fünfjährigen Produktgarantie, die sich am typischen Lebenszyklus von Serverhardware orientiert und die ER4-Serie klar als langfristigen Baustein in Rechenzentren positioniert.
Vom OLTP-Cluster bis zur Videoüberwachung
SSSTC selbst betont, dass die ER4-SATA-SSDs deutlich mehr sind als einfache HDD-Ersatzlaufwerke. Besonders im Fokus stehen Online-Transaktionssysteme: Bezahldienste, Buchungsportale, Ticketing-Plattformen oder Warenwirtschaftssysteme, die rund um die Uhr hohe I/O-Last bei gleichzeitig strengen Datenkonsistenzanforderungen erzeugen. Dank leistungsfähigem Controller und optimierter Firmware sollen ER4-Laufwerke auch dann stabile Antwortzeiten bieten, wenn die Transaktionsraten sprunghaft ansteigen.
Ebenso profitieren Virtualisierungs-Cluster und Cloud-Infrastrukturen, in denen dutzende oder hunderte VMs und Container auf demselben Speicherpool liegen. Hohe zufällige Leseleistung und solide Schreibraten helfen, den klassischen „Noisy-Neighbor“-Effekt zu entschärfen, bei dem eine I/O-hungrige Instanz alle anderen ausbremst. Big-Data- und Analytics-Plattformen können heiße Datenbestände direkt auf ER4-SSDs vorhalten – mit dem Vorteil, dass Kapazität, Performance und Laufwerksanzahl in einem vernünftigen Verhältnis bleiben.
Außerhalb des Rechenzentrums-Kerns sieht SSSTC die ER4-Serie als Lösung für SMB-NAS, Backup-Umgebungen und Videoüberwachungssysteme. In NAS-Appliances für Teams und Niederlassungen bringen die SSDs schnelleren Zugriff auf gemeinsame Dateien, leisen Betrieb und geringeren Stromverbrauch. In Backup- und Langzeitarchiven erleichtert die hohe Kapazität pro Laufwerk das Erreichen von Aufbewahrungszielen, ohne ständig neue Chassis aufrüsten zu müssen. Für Videoüberwachung, bei der permanent geschrieben und häufig auf aktuelle Aufnahmen zugegriffen wird, ist die Kombination aus Schreibperformance, zufälliger Lesegeschwindigkeit und Enterprise-Schutzfunktionen besonders attraktiv.
Unterm Strich präsentieren sich die SSSTC ER4 Series SATA SSDs als logischer Evolutionsschritt für Unternehmen, die den Umstieg auf flashbasierte Speicherarchitekturen vollziehen wollen, ohne ihre bestehende SATA-Infrastruktur über Bord zu werfen. Mit bis zu 16 TB pro Laufwerk, bis zu 98K zufälligen Lese-IOPS, umfangreichen Sicherheits- und Schutzfunktionen sowie fünf Jahren Garantie positioniert sich die ER4-Serie als vielseitige Option für KI-Inferenz-Knoten, OLTP-Cluster, Virtualisierungs-Hosts, Cloud-Plattformen und SMB-NAS. Für viele Rechenzentren könnte sie genau die Brücke sein, die alte HDD-Racks mit einer zukunftsfähigen, flash-orientierten Speicherstrategie verbindet – ohne kostspielige Komplettaufrüstungen.
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Wenn die Dinger vernuenftig bepreist in die EU kommen, werden einige Hoster ihre Alt-Hardware damit ordentlich aufmotzen