Im Jahr 2025 meldet sich TAG Heuer eindrucksvoll zurück – mit einer Neuauflage, die weit über ein simples Update hinausgeht. Die TAG Heuer Connected Calibre E5 Kollektion markiert den Beginn einer neuen Ära für die Luxus-Smartwatches der Marke. Sie bringt nicht nur ein kompakteres Format und verfeinerte Materialien, sondern auch einen strategischen Technologiesprung: den Umstieg auf ein eigenes Betriebssystem, TAG Heuer OS. 
Gleichzeitig startet das Haus eine sportliche Kooperation mit New Balance – inklusive einer limitierten Sonderedition des E5 und passenden Laufschuhen.
Seit dem ersten Connected-Modell von 2015 hat TAG Heuer konsequent an der Schnittstelle von traditioneller Uhrmacherkunst und moderner Technologie gearbeitet. Modelle wie die Malbon Golf Edition oder die Oracle Red Bull Racing Edition haben bewiesen, dass Luxus und Digitalisierung zusammenpassen können. Doch nach Jahren mit Googles Wear OS war klar: Wer langfristig relevant bleiben will, braucht ein eigenes digitales Fundament.
TAG Heuer OS – ein Neustart mit Ansage
Der Schritt zu einem proprietären System ist mutig, aber nachvollziehbar
. TAG Heuer OS basiert zwar auf dem Android Open Source Project, wurde aber vollständig im eigenen Haus entwickelt. Damit kontrolliert die Marke nun alles – vom Design über die Performance bis hin zu Updates. 
Laut Hersteller ist die Kopplung mit Smartphones bis zu fünfmal schneller geworden, und durch die offizielle MFi-Zertifizierung funktioniert das System nun auch nahtlos mit iPhones.
Das neue Interface ist klarer, moderner und besser ablesbar. Nutzer können ihre digitalen Zifferblätter individuell gestalten, Widgets für Herzfrequenz, Wetter, Aktivität oder Kalender platzieren und über das integrierte Mikrofon sowie den Lautsprecher Anrufe tätigen oder Sprachbefehle geben. Alles fühlt sich durchdachter und flüssiger an – wie ein echtes Luxusprodukt, das endlich auch digital mithalten kann.
Gesundheit, Sport und smarte Präzision
TAG Heuer betont, dass das Thema „Wellness“ eine tragende Rolle spielt
. Die neue Wellness Activity App misst Schritte, aktive Zeit und Kalorienverbrauch, während die Heart Rate App rund um die Uhr Pulsdaten erfasst. Dank Doppelfrequenz-GPS ist die Standortbestimmung präziser, und ab Winter 2025 sollen Schlaftracking-Funktionen folgen – inklusive Schlafphasen, Sauerstoffsättigung (SpO₂), Atemfrequenz und Herzfrequenzvariabilität (HRV). Ein Vorteil des eigenen Systems: TAG Heuer kann Funktionen unabhängig und regelmäßig erweitern, ohne auf Drittanbieter angewiesen zu sein.
Zwei Größen – zwei Charaktere
Der Connected Calibre E5 erscheint in zwei Varianten: 45 mm und 40 mm. Beide übernehmen das Design der Carrera-Kollektion, interpretieren es aber unterschiedlich:
- Die 45 mm-Version kommt mit flachem Saphirglas und Keramiklünette mit 60-Minuten-Gravur – robust, sportlich, selbstbewusst.
- Die 40 mm-Version bietet ein gewölbtes Glas im „Glassbox“-Stil mit innerer 12-Stunden-Skala – eleganter, urbaner, dezenter.
Beide Modelle verfügen über identische Technik: Sensoren auf der Rückseite, 50 Meter Wasserdichtigkeit, ein großes Touchdisplay, eine digitale Krone und zwei Funktionstasten. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu zwei Tage (45 mm) bzw. 1,5 Tage (40 mm), mit drei Tagen im Energiesparmodus. Eine Vollaufladung dauert 90 Minuten – 30 bis 40 Minuten reichen bereits für einen vollen Tag Nutzung.
Materialien und Ausführungen
Das 45-mm-Modell ist in Edelstahl oder sandgestrahltem Titan mit schwarzer DLC-Beschichtung erhältlich. Die Stahlversion gibt es mit Kautschukband oder Edelstahlarmband, während Titan exklusiv mit Kautschuk geliefert wird. Zudem gibt es eine Golf Edition mit Titan-DLC, einem speziellen 1–18-Loch-Index auf der Lünette und weißem, golfballtexturiertem Band.
Das 40-mm-Modell erscheint vollständig in Edelstahl, wahlweise mit roségoldener PVD-Beschichtung. Hier kann zwischen Kautschukband und H-Link-Stahlband gewählt werden. 
TAG Heuer hat zudem die Bandbefestigung überarbeitet: Ein neues Quick-Release-System erlaubt den Bandwechsel per Knopfdruck, ohne Werkzeug.
Kooperation mit New Balance – Technik trifft Athletik
Für den Launch hat TAG Heuer mit der amerikanischen Sportmarke New Balance zusammengearbeitet. Das Ergebnis: eine Sonderedition des 40-mm-Modells mit ultraleichtem Titangehäuse, mattem DLC-Finish und einer speziellen Lünette mit 0–100-Skala für Performance-Daten
. Die Uhr trägt die Farben Violett und Grün und wird von Olympiasiegerin Sydney McLaughlin-Levrone beworben.
Die New Balance-Version bietet zudem das exklusive Cushion Comfort System auf der Unterseite des Bands – eine Premiere bei TAG Heuer. 
Dieses verteilt das Gewicht gleichmäßig, verhindert Druckstellen und bleibt auch bei Schweiß oder Bewegung angenehm. Das violette Armband kombiniert Gummi mit Hightech-Lauftextil, und ein zweites Textilband wird mitgeliefert.
Parallel dazu erscheint der passende Laufschuh New Balance FuelCell SuperComp Elite v5 in denselben Farben. Der Schuh nutzt die bewährte FuelCell-Zwischensohle mit integrierter Carbonplatte und kostet 270 US-Dollar – kaum mehr als die Standardversion.
Preise und Positionierung
Die Preise reichen von 1.600 US-Dollar (40 mm Edelstahl/Kautschuk) bis 2.300 US-Dollar (45 mm Titan DLC). Die Golf Edition liegt bei 2.400 US-Dollar, die New Balance Edition bei 2.050 US-Dollar. Damit bewegt sich TAG Heuer klar im Luxussegment – weit entfernt von Apple, Samsung oder Garmin. Die Frage bleibt: Wird das eigene OS langfristig gepflegt? Die Antwort darauf wird entscheidend sein.
Zwischen Apple, Garmin und der Schweiz
Der Markt für Smartwatches ist längst aufgeteilt: Apple dominiert durch perfekte Systemintegration, Garmin durch unvergleichliche Sportfunktionen und Akkulaufzeiten
. TAG Heuer besetzt die Nische dazwischen: Technik trifft Luxus. Die Connected-Serie spricht jene an, die eine stilvolle Uhr tragen wollen – und trotzdem Schritte, Herzfrequenz und Anrufe am Handgelenk sehen möchten.
Natürlich gibt es Skepsis. Ein Kommentator brachte es bissig auf den Punkt:
Eine Apple Watch Ultra 3 zeigt Informationen besser – Quadrate sind für Text einfach effizienter. Und sie kostet ein Drittel weniger.
Ein anderer schrieb:
Wer das kauft, handelt mit dem Herzen statt mit dem Kopf.
Wieder andere zweifeln an der Softwarepflege:
Ich bin skeptisch, ob TAG Heuer seine eigene Plattform wirklich langfristig aktualisiert. Luxusmarken sind keine Softwarefirmen.
Und doch gibt es Lob für die Ästhetik:
Die sehen verdammt gut aus. Wenn schon teuer, dann wenigstens schön.
Auch der Running-Bezug kommt an:
New Balance ist wieder voll im Trend. Mein Neffe wollte dieses Jahr keine Jordans mehr, sondern NB 9060. Zeiten ändern sich.
Andere bleiben realistisch:
Ich renne nicht mal zur Bahn. Diese Uhr wäre komplett verschwendet an mir. Aber die Schuhe? Die sind cool!
Oder nüchtern-pragmatisch:
Wenn du smarte Features willst, nimm Apple oder Samsung. Wenn du Sport willst, Garmin. TAG Heuer ist für die, die Stil wollen.
Fazit: Mehr als ein Versuch
Die Connected Calibre E5 Serie ist kein Massenprodukt – und will es auch nicht sein. Sie richtet sich an Uhrenliebhaber, die das Handwerk schätzen, aber nicht auf smarte Funktionen verzichten möchten. Der Wechsel zu TAG Heuer OS zeigt Mut, und die Zusammenarbeit mit New Balance verleiht Authentizität. Wenn die Softwarepflege hält, was das Design verspricht, hat TAG Heuer womöglich eine neue Kategorie geschaffen: den echten Luxus-Smartwatch-Hybriden.
Mehr Informationen auf der offiziellen Website von TAG Heuer.