Auf der IFA 2025 hat TCL drei spannende Geräte vorgestellt, die klar zeigen, dass die Marke mehr sein möchte als nur ein Hersteller günstiger Fernseher: das Smartphone NextPaper 5G Junior, die Kinder-Smartwatch MoveTime MT48 und den ungewöhnlichen Projektor PlayCube. 
Alle drei Produkte zielen auf Nischenmärkte, wo TCL Chancen sieht, während andere große Hersteller oft keine eigenen Lösungen anbieten.
NextPaper 5G Junior richtet sich offiziell an Teenager, wirkt aber technisch eher wie ein reguläres Mittelklasse-Smartphone. Es hat ein 6,7-Zoll-IPS-LCD mit FHD+-Auflösung und 120 Hz, dazu die matte NextPaper-Technologie, die Reflexionen reduzieren und die Augen schonen soll. Im Lieferumfang gibt es eine Schutzhülle und einen Ringhalter, außerdem stehen Eltern Kontrollfunktionen und ein Digital-Detox-Modus zur Verfügung. Unter der Haube arbeitet der Dimensity-6300-Chip zusammen mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Eine 50-MP-Hauptkamera, ein 5.200-mAh-Akku, ein microSD-Slot und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss runden das Paket ab. Preislich liegt das Gerät bei 249 Euro und soll im nächsten Monat in Europa erscheinen. Kritiker merken jedoch an, dass Konkurrenzmodelle wie das Poco X6 Pro leistungsstärker und gleichzeitig günstiger sind – was die Attraktivität des Junior-Modells in Frage stellt.
MoveTime MT48 ist eine Smartwatch für Kinder, die jedoch fast so viel kann wie eine für Erwachsene. Sie kostet 150 Euro und bietet 4G mit VoLTE für Anrufe, SMS und Videochats. Das 1,68-Zoll-Display steckt in einem robusten Gehäuse, das nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt ist. Mit Dualband-GPS können Eltern den Standort ihrer Kinder sehr genau verfolgen – ein Feature, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Der 900-mAh-Akku hält laut TCL bis zu 2,5 Tage, was für den Alltag eines Kindes ausreichen dürfte. Marktstart ist Ende Oktober in Europa.
PlayCube fällt als Lifestyle-Gerät am stärksten auf. Der Projektor im Rubik’s-Cube-Look kann gedreht werden, um Inhalte aus verschiedenen Winkeln an die Wand zu werfen. Er nutzt Google TV, besitzt eine OSRAM-LED-Lichtquelle mit 750 Lumen und deckt Bildgrößen von 30 bis 150 Zoll ab. Autofokus und automatische Keystone-Korrektur erleichtern die Bedienung. Ein 5-Watt-Lautsprecher mit Dolby-Audio ist integriert, auch wenn viele Nutzer vermutlich lieber externe Boxen anschließen werden. Mit 1,3 kg Gewicht, HDMI-, USB- und Audioanschluss sowie Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1 wirkt der PlayCube flexibel einsetzbar. Die Akkulaufzeit von 66 Wh reicht für bis zu drei Stunden. Der Preis: satte 799 Euro. Genau hier hagelt es Kritik – viele halten den Preis für überzogen, da es vergleichbare Geräte auf Plattformen wie Temu oder AliExpress für einen Bruchteil gibt oder Business-Projektoren mit deutlich mehr Helligkeit zum selben Preis.
Unterm Strich zeigt TCL auf der IFA 2025 Mut zu ungewöhnlichen Produkten. Ob Jugendliche, Eltern und designbewusste Käufer bereit sind, die geforderten Preise zu zahlen, bleibt allerdings fraglich.
3 kommentare
Matte Displays schonen die Augen? Bei mir genau das Gegenteil – die Augen sind danach schneller müde
TCL denkt echt, sie wären Apple oder Samsung 😆 Junior-Handy mit 6,7” Display klingt schon nach Verarsche
800 Euro für so einen Würfel? 😂 Dafür bekomme ich einen Büroprojektor mit Boxen und spare noch was