Threads, die schnell wachsende Social-App von Meta, hat gerade einen entscheidenden Schritt gemacht: Communities. 
Damit sollen Nutzer endlich einen Ort bekommen, an dem sie sich gezielt mit Gleichgesinnten vernetzen können. So wird Threads von einem netten Instagram-Ableger zu einer ernsthaften Alternative und direkten Konkurrenz für X (ehemals Twitter).
Das Konzept ist leicht erklärt: Statt sich durch eine gemischte Haupt-Timeline zu scrollen, in der Themen ständig wechseln, können User nun thematische Räume betreten. Schon zum Start sind über 100 Communities verfügbar, etwa zu Basketball (NBA/WNBA), K-Pop oder angesagten Serien. Der Ansatz erinnert an klassische Foren – aber in einem deutlich moderneren, mobilen Format.
Der Beitritt ist unkompliziert: Ein Klick auf „Beitreten“ oben rechts genügt und die Community wird im Menü des Feeds fixiert. Außerdem erscheint sie im eigenen Profil, sodass andere sofort sehen, wofür man sich interessiert. Jede Community bringt sogar ihr eigenes Like-Emoji mit: Im Book Threads etwa ist es ein Bücherstapel statt des üblichen Daumens. Das gibt den Gruppen eine individuelle Note und stärkt den Charakter jedes Raums.
Auch beim Entdecken hat Meta mitgedacht: Communities lassen sich über die Suchfunktion finden, über Tags in Beiträgen oder über das Drei-Punkte-Symbol bei bestimmten Themen. So taucht man fast beiläufig in die passenden Räume ein – ähnlich wie früher beim Folgen von Hashtags.
Doch Meta will mehr als nur Sammelstellen schaffen. Um die Interaktion lebendig zu halten, werden künftig Abzeichen für besonders aktive Mitglieder vergeben. Zusätzlich ist ein Ranking-System geplant, das die relevantesten Beiträge innerhalb der Communities und im allgemeinen „Für dich“-Feed nach oben bringt. Ziel ist es, Diskussionen sichtbar zu machen und nicht im Rauschen untergehen zu lassen.
Das erinnert stark an den Erfolg der Facebook-Gruppen, die seit Jahren eine tragende Säule der Plattform sind. Threads bekommt nun eine moderne Version davon – zugeschnitten auf eine Zielgruppe, die schnelle, direkte und themenfokussierte Interaktion schätzt. Sollte dieses Feature zünden, könnte es Threads endgültig als festen Bestandteil im Alltag vieler Nutzer etablieren.
Natürlich ist Threads nicht allein unterwegs. X hat schon länger Communities, aber die Plattform kämpft mit Vertrauensverlust und ständigen Kontroversen. Threads dagegen ist neu, frisch und wächst rasant: Mehr als 400 Millionen aktive User monatlich sprechen eine deutliche Sprache. Für viele, die sich vom Chaos bei X abwenden, dürfte das neue Feature der ausschlaggebende Grund sein, Threads eine echte Chance zu geben.
Im Kern setzt Meta damit auf das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Menschen wollen Räume, in denen sich Identität und Interesse überschneiden. Genau das sollen die neuen Communities liefern. Gelingt das, sind sie nicht bloß ein nettes Extra, sondern der Baustein, auf dem sich die Zukunft von Threads aufbaut – ein Ort, an dem man nicht nur durchscrollt, sondern verweilt.
3 kommentare
endlich was Neues bei Threads, wurde auch Zeit 🙌
fühlt sich an wie fb groups, aber moderner 😎
kpop threads wird sicher sofort überlaufen lol