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US-Kongress lädt Chefs von Valve, Twitch, Discord und Reddit nach Ermordung von Charlie Kirk vor

von ytools
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In den USA rückt die Rolle digitaler Plattformen bei politischer Gewalt immer stärker in den Fokus. Nach der Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk hat der Kongress die Spitzen mehrerer großer Online-Dienste vorgeladen.
US-Kongress lädt Chefs von Valve, Twitch, Discord und Reddit nach Ermordung von Charlie Kirk vor
Am 8. Oktober sollen die Chefs von Discord, Steam, Twitch und Reddit in einer Anhörung Rede und Antwort stehen und darlegen, wie sie Radikalisierung auf ihren Plattformen eindämmen wollen.

Der Vorsitzende des Aufsichts- und Reformausschusses, James Comer, betonte, dass die Ermordung Kirks nicht nur ein tragischer Einzelfall sei, sondern auch ein Symptom für ein tiefer liegendes Problem: die politische Radikalisierung im Netz. Vor diesem Hintergrund wurden Humam Sakhnini (CEO von Discord), Gabe Newell (Präsident von Valve, Betreiber von Steam), Dan Clancy (CEO von Twitch) und Steve Huffman (CEO von Reddit) offiziell zur Anhörung geladen.

Der Auslöser: Am 10. September wurde Kirk auf dem Campus der Utah Valley University erschossen. Der mutmaßliche Täter, der 22-jährige Tyler Robinson, soll kurz vor seiner Festnahme in einem Discord-Chat die Tat gestanden haben. In einer Nachricht, die von der BBC zitiert wurde, schrieb er: „Das war ich gestern an der UVU. Es tut mir leid für alles.“ Robinson wurde inzwischen wegen Mordes angeklagt.

Comer erklärte in einer Stellungnahme: „Die politisch motivierte Ermordung von Charlie Kirk hat das Leben eines Ehemanns, Vaters und Patrioten beendet. Der Kongress ist verpflichtet, sicherzustellen, dass Online-Plattformen nicht als Brutstätten für Gewalt missbraucht werden.“ Für ihn steht fest: Nur durch klare Regeln und Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen könne eine weitere Eskalation verhindert werden.

Die geladenen CEOs müssen zwei Tage vor der Anhörung schriftliche Stellungnahmen einreichen. Während der Sitzung dürfen sie fünf Minuten lang ein Eingangsstatement abgeben, bevor sie den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Discord erklärte gegenüber Reuters, man begrüße die Gelegenheit, mit Politikern über diese Fragen ins Gespräch zu kommen. Reddit wiederum betonte, es gebe keine Hinweise, dass Robinson auf ihrer Plattform aktiv gewesen sei, und verwies auf strikte Richtlinien gegen Hass und Gewaltaufrufe.

Der Druck auf die Tech-Konzerne wächst seit Jahren. Bereits im vergangenen Herbst hatte der Senator Mark Warner Valve-Chef Gabe Newell in einem offenen Brief aufgefordert, entschiedener gegen extremistische Inhalte auf Steam vorzugehen. Warner kritisierte, die Plattform beherberge zehntausende Gruppen mit antisemitischen, neonazistischen und frauenfeindlichen Inhalten und forderte deutlich strengere Moderationsstandards.

Dass neben Discord auch Twitch und Reddit vorgeladen wurden, zeigt: Das Problem beschränkt sich längst nicht mehr auf Nischenforen. Der Streaming-Dienst Twitch stand mehrfach in der Kritik, weil dort Gewalttaten live übertragen wurden. Reddit kämpft seit Jahren mit kontroversen Communities, die als Sammelbecken für Radikale gelten. Und Discord, ursprünglich ein Messenger für Gamer, ist inzwischen ein universelles Netzwerk geworden – was es auch für Extremisten attraktiv macht.

Die Anhörung am 8. Oktober gilt als eine der bedeutendsten Befragungen von Tech-Bossen in den letzten Jahren. Sie könnte entscheidend dafür sein, wie die US-Politik künftig mit Fragen der Online-Radikalisierung umgeht. Zwischen dem Schutz der Meinungsfreiheit und der Pflicht, Gewalt vorzubeugen, sucht die Politik nach einem neuen Gleichgewicht. Für die Familie von Kirk und eine Gesellschaft, die politische Gewalt zunehmend fürchtet, ist klar: Die Antworten von Sakhnini, Newell, Clancy und Huffman werden richtungsweisend sein.

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