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Vivo X300 Pro und X300: Erste Eindrücke und Kameratests aus Shanghai

von ytools
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Vivo X300 Pro und X300: Erste Eindrücke und Kameratests aus Shanghai

Vivo X300 Pro und Vivo X300: Erste Eindrücke, Kameratests und warum das Pro-Modell heraussticht

Zum Jahresende 2025 hat Vivo in Shanghai seine neuen Flaggschiffe vorgestellt: das Vivo X300 und das Vivo X300 Pro. Auf den ersten Blick wirken die beiden Smartphones fast identisch – gleiches Designkonzept, gleicher Prozessor, ähnliche Kameras. Doch wer sie ein paar Tage in der Hand hat, merkt schnell, dass das X300 Pro deutlich mehr ist als nur eine „größere Version“. Wir haben beide Geräte in der Praxis getestet – auf den Straßen von Shanghai, bei Tag und Nacht – und hier sind unsere ersten Eindrücke.

Design: Flach, elegant, selbstbewusst

Die Zeiten der abgerundeten Rückseiten und gewölbten Glasränder sind vorbei. Das X300 und X300 Pro setzen auf ein neues, kantigeres Design mit flachen Glasflächen und einem dezent abgeschrägten Aluminiumrahmen. In der Hand fühlt sich das Ganze hochwertig, solide und überraschend leicht an. Die matte Glasrückseite mit feiner Körnung ist griffig, unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und vermittelt das Gefühl eines echten Premiumgeräts. Wer schon einmal ein iPhone 16 in der Hand hatte, wird das vertraute Gefühl wiedererkennen – nur etwas subtiler und zurückhaltender.

Das Vivo X300 besitzt ein 6,3-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz, das Pro-Modell wächst auf 6,78 Zoll bei gleicher Bildwiederholrate. Beide Bildschirme überzeugen mit hoher Helligkeit, natürlichen Farben und hervorragender Lesbarkeit im Sonnenlicht. Wer es kräftiger mag, kann in den „Brillant“-Modus wechseln – dann sprühen die Farben nur so vor Energie.

Ultraschneller Fingerabdrucksensor

Beide Geräte setzen auf einen ultraschnellen, unter dem Display integrierten Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Er ist blitzschnell und funktioniert schon beim leichten Darüberstreichen – kein Drücken, kein Warten. Das fühlt sich fast schon magisch an und ist eine der besten Umsetzungen dieser Technologie im Smartphone-Markt.

Kameras: Zwei Philosophien, ein Ziel – Perfektion

Fotografie ist seit Jahren Vivos Steckenpferd, und das merkt man. Das X300 Pro kommt mit einem 50-MP-Hauptsensor, einem 50-MP-Ultraweitwinkel, einem 200-MP-Periskop-Teleobjektiv und einer 50-MP-Frontkamera. Das Standardmodell X300 hingegen bietet eine 200-MP-Hauptkamera, dazu 50-MP-Ultraweitwinkel und 50-MP-Zoom sowie die gleiche Frontkamera. Der Unterschied liegt im Inneren: Das Pro-Modell besitzt zwei dedizierte Bildprozessoren – den V1+ und den VS3 – die für die gesamte Bildverarbeitung zuständig sind. Und das sieht man sofort: Die Fotos des Pro sind detailreicher, farblich ausgewogener und wirken natürlicher, vor allem bei Nachtaufnahmen.

Das X300 Pro bietet zudem ein optionales „Photography Kit“: eine spezielle Hülle mit abnehmbarer Linse, Griff und physischen Kameratasten. Damit wird das Smartphone fast zu einer echten Kompaktkamera. Besonders beeindruckend ist die AI-gestützte Zoomleistung – selbst ohne externe Linse entstehen scharfe, realistische Aufnahmen. Der „Native Lighting“-Modus reduziert künstliche Nachschärfung und liefert ein natürlicheres Bild, das näher an echter Fotografie ist. Es ist, als hätte man plötzlich ein Mini-DSLR-Erlebnis in der Hosentasche.

Auch der beliebte „Street Photography“-Modus ist zurück. Mit einem Doppelklick auf die Leiser-Taste öffnet sich sofort die Kamera und ist bereit, spontane Momente einzufangen – mit höherer Verschlussgeschwindigkeit und leichtem Bokeh-Effekt. Perfekt für Alltagsszenen, die man sonst verpassen würde.

Leistung: MediaTek Dimensity 9500 im Härtetest

Das Herzstück beider Modelle ist der MediaTek Dimensity 9500 – ein 3-nm-Chip der neuesten Generation, entwickelt in enger Zusammenarbeit zwischen Vivo und MediaTek. Ziel war es, die perfekte Abstimmung von Hardware und Software zu erreichen – ähnlich wie bei Apple. Und tatsächlich: Die Performance ist beeindruckend. Im 3DMark-Test erreichten beide Geräte Spitzenwerte um 6900 Punkte, bevor sie auf etwa 3800 abfielen – vergleichbar mit dem iPhone 17 Pro.

Das X300 Pro hält die Leistung länger konstant, dank besserer Kühlung. Im Alltag läuft alles butterweich: Apps öffnen sofort, Multitasking funktioniert ohne Ruckler, Spiele laufen flüssig. Selbst beim Bearbeiten von Fotos in RAW oder Videos in 4K gibt es keine Verzögerungen. Mit bis zu 16 GB RAM und 1 TB Speicher ist das System für Jahre gerüstet.

Software: Origin OS 6 endlich weltweit

Die neue Benutzeroberfläche Origin OS 6 basiert auf Android 16 und wird nun erstmals auch außerhalb Chinas ausgeliefert. Damit verabschiedet sich Vivo von FunTouch OS für internationale Modelle. Das Design ist modern, hell und flüssig – mit klaren Linien und anpassbarer Struktur. Die Steuerung erinnert etwas an iOS: Ein Wisch von links zeigt Benachrichtigungen, von rechts öffnet sich das Kontrollzentrum. Wem das nicht gefällt, der kann den klassischen Android-Stil aktivieren. Es ist die perfekte Mischung aus Eleganz und Flexibilität.

Der Alltag mit Origin OS 6 ist angenehm. Multitasking, Drag-and-drop, geteilte Bildschirme – alles funktioniert reibungslos. Besonders spannend: Nutzer können Apps Prioritäten zuweisen, um Rechenleistung gezielt zu verteilen. Das Ergebnis ist eine extrem stabile und effiziente Performance, selbst bei hoher Belastung.

Akkulaufzeit und Aufladen

In Sachen Ausdauer liefern beide Modelle solide Ergebnisse. Bei normaler Nutzung kommt man locker durch den Tag. Das Pro-Modell zeigt sich etwas sparsamer im Energieverbrauch – wahrscheinlich dank optimierter Steuerung der Bildchips. Die 120-Watt-Schnellladung ist ein echtes Highlight: In unter 10 Minuten ist der Akku halb voll, nach rund 25 Minuten komplett geladen. Auch kabelloses Laden wird unterstützt, wenn auch langsamer.

Preise und Verfügbarkeit

In China startet das Vivo X300 bei ¥4.399 (rund 620 Euro) und reicht bis ¥5.799 (ca. 815 Euro). Das X300 Pro beginnt bei ¥5.299 (ca. 740 Euro) und endet bei ¥6.699 (etwa 940 Euro). Die spezielle Photographer Edition mit Linsenset und Griff kostet ¥8.299 (ca. 1.160 Euro). Verkaufsstart ist der 17. Oktober 2025, eine internationale Veröffentlichung wird voraussichtlich folgen.

Fazit: Zwei Flaggschiffe, ein Sieger

Das Vivo X300 ist ein hervorragendes High-End-Smartphone, das X300 Pro aber spielt in einer eigenen Liga. Die Kombination aus dedizierten Bildprozessoren, leistungsstarkem Dimensity 9500, flachem Design und Zubehör für Fotografie-Enthusiasten macht es zu einem der interessantesten Android-Flaggschiffe des Jahres. Das Standardmodell punktet mit kompakterem Format und gleichem Qualitätsgefühl. Zusammen zeigen beide, dass Vivo endgültig in der Oberklasse angekommen ist.

Das X300 ist kein experimentelles Konzept – es ist ein reifer, durchdachter Flagship. Design, Software, Leistung und Kamera greifen harmonisch ineinander. Oder, wie ein Fan es treffend kommentierte: „Der König ist zurück.“

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