Die Aufregung um angebliche SSD-Abstürze unter Windows 11 hat in den letzten Wochen hohe Wellen geschlagen. 
Doch für normale Nutzer gibt es Entwarnung: Die Probleme betreffen nicht die im Handel erhältlichen Modelle, sondern ausschließlich Vorseriengeräte mit unfertiger Firmware, die an Tester und Redaktionen verschickt wurden.
Zunächst schien es so, als ob die jüngsten Sicherheitsupdates von Windows 11 die Ursache seien. Einige Reviewer berichteten von plötzlichen Geschwindigkeitseinbrüchen und sogar Systemabstürzen nach der Installation der Patches. Kurz darauf rückten SSDs mit Phison-Controllern in den Fokus. Doch Phison selbst erklärte, dass man in internen Tests keine Fehler reproduzieren konnte. Auch Microsoft stellte klar: Die Updates sind nicht verantwortlich für die Abstürze.
Wie das taiwanische Technikportal PCDIY berichtet, lag der Fehler bei der Firmware bestimmter Vorserienmodelle – unter anderem beim Corsair MP600 und bei einigen SSDs von Silicon Power. Diese Testgeräte wurden mit unfertiger Software ausgeliefert, in der noch nicht alle Routinen implementiert waren. Unter Last konnten dadurch Instabilitäten entstehen. Bei den regulären Retail-SSDs hingegen ist eine stabile, finalisierte Firmware installiert, die keinerlei Auffälligkeiten zeigt.
Für Käufer bedeutet das: Wer sein Laufwerk im normalen Handel erworben hat, muss sich keine Sorgen machen. Die Geräte nutzen geprüfte Firmware-Versionen und arbeiten problemlos mit Windows 11 zusammen. In den wenigen Fällen, in denen ältere Firmware-Versionen noch im Einsatz sind, empfehlen Experten ein „Secure Erase“, um den Cache zu leeren und die Performance zu stabilisieren.
Dieser Vorfall verdeutlicht einmal mehr, dass Testgeräte sich von den endgültigen Serienprodukten unterscheiden können. Reviewer erfüllen eine wichtige Aufgabe, indem sie frühzeitig mögliche Probleme aufdecken. Doch ihre Erfahrungen decken sich nicht immer mit dem, was Endkunden beim Kauf im Laden erwartet. Für Verbraucher sind stabile Firmware und kontinuierliche Updates entscheidend – nicht die Kinderkrankheiten unfertiger Vorabversionen.
Sowohl Microsoft als auch Phison beobachten die Lage weiterhin. Da sich die Abstürze aber bislang nicht auf Serienmodelle übertragen lassen, können Nutzer beruhigt bleiben: Windows 11 und handelsübliche SSDs sind ein sicheres Gespann.
1 kommentar
Also haben die Reviewer quasi Beta-SSDs bekommen lol