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Xbox Game Pass im Dezember 2025: Mortal Kombat 1, ROUTINE und Lost Records geben den Ton an

von ytools
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Dezember 2025 startet für Xbox Game Pass mit einem ziemlich deutlichen Statement an alle, die in Foren und Kommentarspalten seit Monaten schreiben, der Dienst sei „tot“ und früher seien die Spiele sowieso besser gewesen. Statt Funkstille gibt es eine vollgepackte erste Monatshälfte: Mortal Kombat 1, das lang verschollene Horrorprojekt ROUTINE und das Story-Abenteuer Lost Records: Bloom and Rage stehen ganz oben auf der Liste – flankiert von einer ganzen Reihe kleinerer, aber spannender Titel.

Gleichzeitig schärft Microsoft die Grenzen zwischen den Stufen Game Pass Essential, Premium und Ultimate.
Xbox Game Pass im Dezember 2025: Mortal Kombat 1, ROUTINE und Lost Records geben den Ton an
Manche Spiele wandern nach unten in günstigere Tiers, andere sind Day-One-Releases nur für Ultimate und PC Game Pass. Und natürlich dreht sich das Karussell: Während neue Games einsteigen, müssen ein paar alte Bekannte im Dezember den Dienst verlassen.

„Toter Service“ oder Dauerrotation? Was die Dezember-Liste wirklich zeigt

Wer nur den Meme „Game Pass ist tot“ mitbekommt, könnte meinen, im Katalog herrsche gähnende Leere. Ein Blick auf die konkrete Aufstellung für Anfang Dezember zeichnet aber ein anderes Bild. Das Line-up wirkt weniger wie ein lauwarmer Jahresausklang und mehr wie eine kuratierte Mischung aus Blockbustern, Nischenperlen und Experimenten.

Im Fokus steht klar Mortal Kombat 1. Der brutale Reboot der legendären Prügelserie, der die Zeitleiste von vorne aufrollt und das Kameo-System einführt, landet am 10. Dezember im Game Pass für PC, Cloud und Xbox Series X/S – für alle mit Premium-Abo oder höher. Für viele, die den Vollpreis bisher gescheut haben, ist das der perfekte Anlass, das neue Kapitel der Reihe doch noch auszuprobieren.

Die Kehrseite: Mortal Kombat 11 fliegt am 15. Dezember aus dem Katalog. Im Grunde ist es ein 1:1-Serientausch – alt raus, neu rein. Genau das stößt einigen Fans sauer auf, die MK11 mit seinem eigenen Look, Storystil und Tempo bevorzugen. Gleichzeitig unterstreicht Microsoft damit die Grundidee des Game Pass: Er soll immer den aktuellen Stand der Marke zeigen, nicht alle Versionen für die Ewigkeit konservieren.

Game-Pass-Stufen im Dezember: Wer bekommt was?

Besonders spannend wird es, wenn man die Neuzugänge nach Abo-Stufe sortiert. Der sonst oft unterschätzte Essential-Tarif bekommt im Dezember ein kräftiges Upgrade. Schon am 3. Dezember landen World War Z: Aftermath, Stellaris und Medieval Dynasty auf PC, in der Cloud und auf Konsole in der Basisebene. Für das günstigste Abo ist das ein ziemlich starker Dreierpack aus Koop-Zombie-Action, tiefem 4X-Weltraum-Strategiekoloss und gemütlicher Aufbau-Simulation im Mittelalter.

Premium wird zur eigentlichen „Komfortzone“: Mehrere Spiele, die vorher Ultimate-exklusiv waren, wandern nach unten. Das prominenteste Beispiel ist Indiana Jones and the Great Circle. Die Abenteuergeschichte rund um Hut, Peitsche und Mystery-Ruinen war bisher nur mit Ultimate spielbar, ist ab dem 4. Dezember aber auch im Premium-Tier für PC, Cloud und Xbox Series X/S enthalten. Dazu kommt das Koop-Roguelike 33 Immortals (ebenfalls ab 4. Dezember, noch im Game-Preview-Status) sowie schräge Titel wie Monster Train 2 und Spray Paint Simulator, die am 3. Dezember in Premium starten.

Ultimate und PC Game Pass bleiben die Heimat der Day-One-Experimente und der „wir probieren was Neues“-Projekte. Genau hier kommen im Dezember die wohl interessantesten Neuzugänge ins Spiel: ROUTINE und Death Howl.

ROUTINE und Death Howl: Day-One-Futter für Neugierige

ROUTINE ist ein Name, der für viele PC- und Horror-Fans fast schon zum Mythos geworden ist. Erstmals auf der Gamescom 2012 gezeigt, danach jahrelang Funkstille, immer wieder Gerüchte über Neustarts und Scope-Änderungen – und jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, erscheint der Titel und landet direkt im Game Pass.

Ab dem 4. Dezember ist ROUTINE für PC, Cloud, Konsole und explizit auch als „Handheld“-Titel verfügbar – sprich: offiziell für Geräte wie den ROG Ally und Ally X empfohlen. Spielerinnen und Spieler erkunden eine verlassene Mondstation mit Retro-Sci-Fi-Design, schlichen Gameplay-Schockmomenten und diesem leicht altmodischen Horror-Tempo, das viele an Spiele aus den frühen 2010ern erinnert. Für alle, die behaupten, das Gefühl von „damals“ sei weg, könnte das die charmanteste Gegenprobe werden.

Death Howl spricht eine andere Nische an: Fans von knackigem Schwierigkeitsgrad und Kartentüftelei. Das Spiel kombiniert Soulslike-Design mit Deckbuilding – euer Kartenset ist euer Build, und jede Entscheidung beim Zusammenstellen wirkt sich brutal auf eure Überlebenschancen aus. Release ist am 9. Dezember für PC und unterstützte Handhelds, erneut ausschließlich im Rahmen von Ultimate und PC Game Pass. Kein Massenphänomen, aber sehr wahrscheinlich ein Liebling der „Ich will leiden“-Fraktion.

Lost Records und Co.: Erzählen statt nur ballern

Wer weniger Lust auf Dauerstress hat, findet sein Highlight vielleicht schon früher im Monat. Am 2. Dezember erscheint Lost Records: Bloom and Rage für PC, Cloud und Xbox Series X/S in Game Pass Premium und aufwärts. Der Fokus liegt hier auf Freundschaft, Erinnerung und den Konsequenzen von Entscheidungen, die Jahre zurückliegen – eher interaktive Serie als klassischer Actiontitel. Für alle, die lieber Dialoge lesen als Highscores jagen, ist das ein Pflicht-Download.

Am 9. Dezember wird es dann angenehm absurd: A Game About Digging A Hole macht genau das, was der Titel verspricht – nur ein bisschen schräger, als man erwartet – und Dome Keeper verbindet Roguelike-Struktur mit Basisverteidigung und Ressourcensammelei. Beide sind in Premium (und höher) verfügbar und ebenfalls als Handheld-freundlich markiert.

Zum Abschluss der ersten Welle serviert Microsoft am 11. Dezember mit Bratz: Rhythm and Style noch eine bunte, eher familienorientierte Option für PC, Cloud und Konsole im Premium-Tier. Vom brutalen Fatality bis zum Modewettbewerb sind damit in weniger als zwei Wochen fast alle Stimmungslagen abgedeckt.

Der komplette Fahrplan bis 11. Dezember

Im Überblick sieht die erste Dezemberhälfte so aus:

  • 2. Dezember: Lost Records: Bloom and Rage (PC, Cloud, Xbox Series X/S – Game Pass Premium und höher)
  • 3. Dezember: Monster Train 2, Spray Paint Simulator (PC, Cloud, Konsole – Premium und höher) sowie World War Z: Aftermath, Stellaris, Medieval Dynasty (PC, Cloud, Konsole – Essential und höher)
  • 4. Dezember: 33 Immortals (Premium), Indiana Jones and the Great Circle (Premium und höher), ROUTINE (Ultimate, PC Game Pass, Handheld)
  • 9. Dezember: A Game About Digging A Hole (Premium und höher, Handheld), Death Howl (Ultimate, PC Game Pass, Handheld), Dome Keeper (Premium und höher, Handheld)
  • 10. Dezember: Mortal Kombat 1 (PC, Cloud, Xbox Series X/S – Premium und höher)
  • 11. Dezember: Bratz: Rhythm and Style (PC, Cloud, Konsole – Premium und höher)

Was geht, was bleibt: Abgänge im Dezember

Die Schattenseite des Modells ist und bleibt die Rotation. Im Dezember verlassen Mortal Kombat 11, Still Wakes the Deep und Wildfrost bereits am 15. Dezember den Dienst. Zum Jahresende, am 31. Dezember, folgen Hell Let Loose und Carrion. Für alle, die ihren Pile of Shame sowieso kaum abbauen, fühlt sich das wie zusätzlicher Zeitdruck an – und füttert den Wunsch nach der „guten alten Disc“, die man früher ins Regal gestellt hat und die nie verschwunden ist.

Auf der anderen Seite ist es genau diese Dynamik, die es erlaubt, Day-One-Titel wie ROUTINE oder Death Howl überhaupt in die Flatrate zu holen, ohne die Preise permanent anzuheben. Ob sich das fair anfühlt, hängt am Ende stark davon ab, wie aktiv man die Bibliothek wirklich nutzt.

Handheld-Label und die ROG-Ally-Generation

Ein kleines Detail mit großer Wirkung ist die neue „Handheld“-Kennzeichnung in den offiziellen Xbox-Ankündigungen. Spiele, die gut auf Geräten wie dem ROG Ally und Ally X laufen, bekommen diese Plattform explizit aufgeführt. Faktisch laufen nahezu alle PC-Game-Pass-Titel auf solchen Mini-PCs, aber das Label hilft, spontan zu erkennen, welche Games sich ohne großes Tweaken für den Sofaeinsatz oder die Zugfahrt eignen.

ROUTINE, A Game About Digging A Hole, Death Howl und Dome Keeper gehören zu den Titeln, die mit dieser Handheld-Empfehlung gelistet werden – ein klares Signal, dass Microsoft den mobilen PC-Gaming-Trend nicht nur nebenbei mitnimmt, sondern aktiv einplant.

Bis 11. Dezember – und dann? Blick auf The Game Awards

Auffällig ist, dass die jetzt kommunizierte Liste exakt bis zum 11. Dezember reicht – dem Tag, an dem auch The Game Awards stattfinden. In den letzten Jahren hat sich eingebürgert, dass Xbox die Show gerne nutzt, um „Shadow Drops“ anzukündigen: Spiele, die direkt nach der Show oder sogar währenddessen ohne Vorlauf im Game Pass auftauchen.

Ob das 2025 wieder der Fall ist, bleibt Spekulation. Aber allein die Art, wie die Dezember-Welle geschnitten ist, lässt Raum für Überraschungen. Sicher ist nur: Wer den Dienst schon als erledigt abgestempelt hat, bekommt im Dezember gleich mehrere Gegenargumente geliefert – von Mortal Kombat 1 bis ROUTINE, von Essential-Aufrüstungen bis zu Handheld-Optimierungen.

Am Ende bleibt der Game Pass das, was er seit Jahren ist: ein dauerhaft wechselnder Mix aus großen Namen, obskuren Geheimtipps und schnellen Abschieden. Für manche genau der Reiz, für andere der größte Nervfaktor – aber „tot“ sieht definitiv anders aus.

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