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Xbox Game Pass Ultimate verteuert sich massiv – neue Essential- und Premium-Stufen sorgen für Ärger

von ytools
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Microsoft hat offiziell die größte Umstrukturierung des Xbox Game Pass seit seiner Einführung 2017 bekanntgegeben. Ab sofort gibt es drei neue Abo-Stufen – Essential, Premium und Ultimate – und gleichzeitig eine deutliche Preiserhöhung beim Top-Tarif. Während die Redmonder das neue Modell als vereinfachte und einheitliche Lösung für Konsolen-, PC- und Cloud-Gamer verkaufen, stößt es in der Community auf viel Kritik, insbesondere bei PC-Spielern, die bisher günstiger unterwegs waren.

Die neuen Abo-Stufen im Überblick

Xbox Game Pass Essential kostet 9,99 US-Dollar im Monat und bietet rund 50 Spiele auf Konsole, PC und über die Cloud.
Xbox Game Pass Ultimate verteuert sich massiv – neue Essential- und Premium-Stufen sorgen für Ärger
Enthalten sind außerdem Online-Multiplayer, Bonus-Inhalte und das Xbox Rewards-Programm mit bis zu 25 US-Dollar pro Jahr. Bekannte Titel wie Hades, Warhammer 40.000: Darktide und Stardew Valley sind Teil der Bibliothek. Bestehende Core-Abos werden automatisch in Essential überführt.

Xbox Game Pass Premium schlägt mit 14,99 US-Dollar monatlich zu Buche und erweitert die Bibliothek auf über 200 Spiele, darunter Blockbuster wie Diablo IV und Hogwarts Legacy. Auch hier ist unbegrenztes Cloud-Gaming enthalten sowie Rewards-Punkte im Wert von bis zu 50 US-Dollar pro Jahr. Standard-Abonnenten werden in diese Stufe hochgestuft. Microsoft positioniert Premium als Mittelweg zwischen Preis und Inhalt.

Xbox Game Pass Ultimate erfährt die größte Veränderung: Der Preis steigt auf 29,99 US-Dollar monatlich. Damit verdoppelt sich die Belastung für viele PC-Spieler im Vergleich zu früher. Dafür erhalten Ultimate-Abonnenten Zugriff auf mehr als 400 Spiele, über 75 Day-One-Releases pro Jahr, sowie Zusatzleistungen wie Ubisoft+ Classics und das Fortnite-Crew-Abo (ab dem 18. November). Zudem verspricht Microsoft verbesserte Streaming-Qualität und kürzere Wartezeiten. Mit dem Rewards-Programm lassen sich bis zu 100 US-Dollar pro Jahr verdienen.

Mehr Inhalt oder weniger Wert?

Microsoft argumentiert, dass die neue Struktur Klarheit bringt und alle Plattformen – Konsole, PC und Cloud – unter einem Dach vereint. Doch viele Spieler sehen vor allem die Einschnitte: Essential mit 50 Spielen und Premium mit 200 Titeln wirken im Vergleich zu früher mager. Besonders hart trifft es PC-Abonnenten, die zuvor für 12 US-Dollar Zugriff auf die volle Bibliothek hatten. Day-One-Releases sind jetzt nur noch im teuersten Ultimate enthalten, was viele als künstliche Einschränkung empfinden.

Auch die Namenswahl sorgt für Diskussionen. Essential und Premium erinnern stark an die Abo-Struktur von PlayStation Plus. Für Kritiker zeigt das, dass Microsoft weniger Wert auf Eigenständigkeit legt und stattdessen Sony kopiert.

Community im Aufruhr

In Foren und sozialen Netzwerken überwiegt die Empörung. Viele PC-Spieler kündigen ihre Abos mit der Begründung, dass 360 US-Dollar pro Jahr besser in günstige Steam-Angebote investiert wären. „Lieber baue ich mir meine eigene Sammlung auf, als nur Spiele zu mieten“, lautet der Tenor. Andere sprechen von der „Gier“ Microsofts und sehen darin das Ende des einzigen Dienstes, den sie wirklich geschätzt haben.

Es gibt aber auch pragmatischere Stimmen. Sie verweisen auf die Flexibilität des Game Pass: Wer möchte, kann ein paar Monate buchen, neue Titel durchspielen und dann wieder kündigen – ähnlich wie bei Netflix oder Disney+. Außerdem ist das Abo längst ein Milliarden-Geschäft für Microsoft, das den Konzern unabhängig von Konsolenverkäufen macht.

Strategische Weichenstellung

Das neue Modell zeigt, dass Microsoft den Xbox-Begriff als plattformübergreifende Marke versteht. Die Unterschiede zwischen PC und Konsole sollen verschwinden. Doch für PC-Nutzer bedeutet das, dass sie ihre bisherigen Vorteile verlieren und nun gleichgestellt – oder eher gleich belastet – werden.

Kritik kommt auch von Entwicklerseite. So berichtete MachineGames, dass viele Game-Pass-Spieler nur wenige Minuten in ein Spiel investieren, bevor sie wieder aussteigen. Das wirft Fragen auf: Fördert der Game Pass wirklich langfristiges Engagement oder eher oberflächliches Ausprobieren?

Blick in die Zukunft

Für 2026 kursieren bereits Gerüchte über ein werbefinanziertes Abo-Modell, möglicherweise sogar kostenlos. Das würde Netflix und anderen Streaming-Anbietern ähneln, könnte die Community aber noch weiter spalten. Ob Spieler Werbung im Gaming akzeptieren, ist fraglich.

Fakt ist: Der Xbox Game Pass bleibt zentraler Bestandteil von Microsofts Gaming-Strategie. Doch die starke Preiserhöhung beim Ultimate und die neuen Einschränkungen spalten die Spielerschaft wie nie zuvor. Für manche ist es immer noch die bequemste Art, Zugriff auf Hunderte von Spielen zu bekommen. Für andere ist es endgültig zu teuer geworden.

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1 kommentar

Ray8er December 17, 2025 - 7:35 pm

400 Spiele und trotzdem nix Vernünftiges zu zocken 😂 typisch Microsoft

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