
Xiaomi 17 Ultra: neue Leaks zeigen große Dreifachkamera mit Periskop-Zoom
Der nächste Foto-Flaggschiff von Xiaomi nimmt langsam Gestalt an – noch bevor das Unternehmen überhaupt einen Teaser veröffentlicht hat. In sozialen Netzwerken sind neue Spionagefotos des angeblichen Xiaomi 17 Ultra aufgetaucht. Das Testgerät steckt zwar in einem dicken, unscheinbaren Schutzcase, doch ein Detail lässt sich nicht verbergen: das Kamerasystem auf der Rückseite. Schon jetzt ist klar, dass Xiaomi den Ultra-Namen erneut vor allem über die Kamera definieren will.
Dreifachkamera trotz Tarn-Case deutlich erkennbar
Auf den geleakten Bildern ist das Smartphone im Alltagseinsatz zu sehen, mutmaßlich in der Hand von Testern oder Entwicklern. Das schwere Case verdeckt nahezu das komplette Design, aber die Aussparungen rund um das Kameramodul verraten genug. Durch die Öffnungen schimmern drei große Linsen, eine davon mit dem typischen quadratischen Ausschnitt, wie man ihn von Periskop-Teleobjektiven kennt. Das ist ein ziemlich starker Hinweis darauf, dass der 17 Ultra erneut auf starken optischen Zoom setzen wird, statt sich nur auf digitale Tricks zu verlassen.
Außerdem sind ein LED-Blitz sowie mehrere kleinere Aussparungen zu erkennen, die wahrscheinlich zusätzliche Sensoren verbergen – etwa für Laser-Autofokus, Farbe- und Flackererkennung oder weitere Messdaten, die der Kamera-Software helfen, Szenen präziser zu erfassen. Solche Hardware-Prototypen mit „Tarnhülle“ sind in der Branche Standard: Man kann Funk, Thermik, Akkulaufzeit und Kamera in realen Situationen testen, ohne das finale Design schon Monate im Voraus zu spoilern.
Vom Quad-Kamera-Setup des Xiaomi 15 Ultra zur fokussierten Triple-Kamera
Für Diskussion sorgt vor allem der Schritt von vier auf drei Kameras. Das Xiaomi 15 Ultra galt mit seinem großen runden Modul und vier separaten Brennweiten als Spielwiese für Foto-Nerds. Nun verdichten sich die Hinweise, dass das 17 Ultra zwar beim runden Kamerabuckel bleibt, innen aber nur noch drei Hauptobjektive sitzen. Dazu passen Leaks von einem speziellen Fotografen-Kit, das weiterhin für einen runden Kameraausschnitt ausgelegt sein soll.
Auf dem Papier klingt „eine Kamera weniger“ nach Rückschritt, in der Praxis folgt Xiaomi damit jedoch einer klaren Entwicklung im High-End-Bereich: lieber weniger Sensoren, dafür bessere. Statt jede Nische mit Mini-Linsen zu füllen, konzentrieren sich Hersteller auf ein starkes Trio aus Hauptsensor, Ultraweitwinkel und Tele beziehungsweise Periskop. Größere Sensorflächen, lichtstärkere Optik, bessere Stabilisierung und aufwendigere Verarbeitung per KI können die fehlende vierte Linse locker ausgleichen, wenn Xiaomi die Hardware konsequent aufrüstet.
Kreis oder Rechteck: Welchen Kamera-Look bekommt das 17 Ultra?
Ein weiterer spannender Punkt ist das Design des Moduls selbst. Die Zubehör-Leaks deuten auf ein weiterhin rundes Kamerafenster hin – ein Merkmal, das die Ultra-Reihe optisch klar von Standard-Flaggschiffen abhebt. Parallel dazu berichten Insider aber, dass Xiaomi darüber nachdenkt, das gesamte 17er-Lineup optisch stärker zu vereinheitlichen. Die Modelle 17 Pro und 17 Pro Max sollen Gerüchten zufolge auf ein neues, aufgeräumtes Rechteck-Layout setzen, das auch dem Ultra stehen könnte.
Ein einheitlicher Rechteckblock würde die Serie im Schaufenster sofort als „Familie“ erkennbar machen und könnte innen etwas mehr Spielraum für Kühlsysteme, Akku oder die Spulen der kabellosen Ladeeinheit schaffen. Das ikonische runde Modul wiederum vermittelt den Eindruck einer kleinen Systemkamera auf der Rückseite und spricht genau die Zielgruppe an, die Ultra-Modelle kaufen soll. Auf den aktuellen Spionagefotos ist der kritische Bereich geschickt versteckt, daher bleibt es vorerst Spekulation – sicher scheint nur: Drei große Linsen sind gesetzt.
Die Rolle des Xiaomi 17 Ultra in Xiaomis Kamera-Portfolio
Die Ultra-Serie ist für Xiaomi längst mehr als nur ein weiteres High-End-Smartphone: Sie dient als Bühne für alles, was die Marke in Sachen Bildqualität zu bieten hat. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an den 17 Ultra. Beobachter rechnen mit deutlich verbesserten Nachtaufnahmen, stabileren Zoom-Ergebnissen bei hohen Brennweiten, feineren Details in RAW und professionelleren Video-Funktionen mit besserer Stabilisierung und weniger Rauschen.
Interessant wird dabei auch der Vergleich zum weiterhin erhältlichen Xiaomi 15 Ultra. Während dieses Modell in vielen Märkten günstiger werden dürfte, sobald der 17 Ultra offiziell ist, könnte es zur attraktiven Alternative für Nutzer werden, die das Vier-Kamera-Setup und den vertrauten Look bevorzugen. Für Xiaomi bedeutet das: Der Neue muss nicht nur die Konkurrenz von anderen Herstellern schlagen, sondern auch den eigenen Vorgänger deutlich übertrumpfen, um ein überzeugendes Upgrade zu sein.
Was wir vom Launch noch erfahren wollen
Die Vorstellung des Xiaomi 17 Ultra dürfte zuerst in China über die Bühne gehen, bevor – mit etwas Verzögerung – weitere Märkte folgen. Spannend werden dann vor allem die harten Fakten: Sensorgrößen, Auflösung und Blendenwerte der drei Kameras, genaue Brennweite und Aufbau des Periskops, Art der optischen und elektronischen Stabilisierung sowie die Frage, wie aggressiv die Bildverarbeitung eingreift.
Bis dahin liefern die aktuellen Leaks immerhin einen klaren Eindruck: Xiaomi hält am Konzept „Ultra = Kamera-Monster im Smartphone-Gewand“ fest. Ob am Ende ein großer Kreis oder ein kantiger Block auf der Rückseite sitzt, wird fast schon zur Geschmacksfrage. Für Foto-Fans dürfte wichtiger sein, wie gut das 17 Ultra in der Praxis abliefert – und ob es seinem Namen im Alltag wirklich gerecht wird.