YouTube hat in Deutschland den neuen Tarif Premium Lite eingeführt – eine günstigere Alternative zum normalen Premium-Abo. Auf den ersten Blick klingt es nach einer fairen Option: weniger Werbung für weniger Geld. 
Doch ein genauerer Blick zeigt, dass das Angebot viele Einschränkungen hat.
Premium Lite kostet 89 Rupien pro Monat, während das vollständige Premium-Abo 149 kostet. Das zentrale Versprechen: die meisten Videos ohne Werbung. Aber YouTube formuliert sehr schwammig – Musikvideos, Shorts und sogar Such- oder Übersichtsseiten können trotzdem weiterhin Werbung enthalten. Mit dieser offenen Formulierung hält sich die Plattform die Freiheit, die Werbehäufigkeit jederzeit anzupassen, ohne etwas offiziell zu brechen.
Dazu kommt: YouTube Music ist in Lite nicht enthalten. Wer viel Musik streamt, schaut hier in die Röhre. Außerdem fehlen wichtige Funktionen wie Offline-Downloads und Wiedergabe im Hintergrund – gerade für Pendler oder Nutzer, die Videos nebenbei laufen lassen, ein klarer Rückschritt. Im Grunde handelt es sich also um eine abgespeckte Version, die nur einen Bruchteil des eigentlichen Komforts bietet.
Kritiker bezeichnen das Ganze als kalkulierten Schachzug. Erst werden Nutzer mit einem niedrigeren Preis gelockt, später könnte YouTube die Konditionen verschärfen oder den Preis erhöhen. Viele spotten, es sei ein „Nichts-Abo“, denn kostenlose Adblocker lösen das Problem der Werbung ohnehin effektiver und ganz ohne Gebühr.
Deutschland reiht sich damit in eine lange Liste von Ländern ein, darunter USA, Großbritannien, Japan und Indien. Ob die deutsche Community das Lite-Modell annimmt oder es eher als halbgare Lösung mit viel Marketing und wenig Substanz abtut, bleibt abzuwarten.
3 kommentare
Deutsche lassen sich auf so nen Quatsch nicht so leicht ein
zahlen und trotzdem Werbung schauen?? was soll das
klassische Falle… erst billig, später teurer